Hochmoor ''Leckermoos''
Mai bis Oktober
jeden Freitag um 15.30 Uhr
Führung ins HOCHMOOR "LECKERMOOS"
jeden Freitag um 15.30 Uhr
Führung ins HOCHMOOR "LECKERMOOS"
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~ Anstauen der Entwässerungsgräben; ~ Entkusselung (= Entfernen der Latschen und Fichten) in bestimmten Bereichen der zentralen Hochmoorflächen; ~ Rodungen von Aufforstungen auf ehemaligen Feuchtwiesen; ~ Rückführung in Feuchtwiesen auf den dafür gerodeten Flächen; ~ Rodungen bzw. Durchforstungen von Fichtenwäldern zur Förderung der standortgerechten Erlen- und Birken-Bruckwäler; ~ Schwenden von Pfeifengraswiesen und Wiederaufnahme einer regelmäßigen Pflege ~ Errichtung eines Moorlehrpfades mit Schau- und Informationstafeln, Aussichtsplattform und Moorsteg im Randbereich des Mookomplexes; ~ Schaffung von Sichtschneisen auf den Moorkomplex ~ Extensivierung von Wirtschaftsgrünland im Nahebereich von nährstoffarmen Feucht- und Moorflächen; ~ Erarbeitung eines Pflegeplans zur dauerhaften Sicherung des Moores. |
Bereits bei der Zufahrt zum Moor werden Sie von einem überlebensgroßen Holzschmetterling, unserem Maskottchen, das Sie den ganzen Weg begleiten wird, empfangen. Der Lehrpfad ist besonders auch auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Auf jeder Informationstafel befindet sich das Maskottchen, das in prägnanten Sätzen Wissenswertes vermittelt. Mit einigen wenigen Handgriffen lernen Kinder spielerisch zB wie viel Wasser Torfmoos speichern kann. Richtig beeindruckend wird es dann, wenn man im Vergleich sieht, wie rasch Wasser durch Sand und Schotter abfließt, und nur zu einem geringen Teil gespeichert wird. Bei der "Drehwürfelstation" können Knospen und Blüten den entsprechenden Baumarten zugeordnet werden. Am Ende des Schwebesteges treffen Sie auf unser buchförmig gestaltetes Moorlexikon mit zahlreichen Informationen zum Thema Moor. Einerseits werden die Besonderheiten eines Moores und andererseits dessen Verletzlichkeit dargelegt. Auch das "Rad der Vielfalt" lädt zum Mitmachen ein. Hier werden Ihnen die Lebensräume des Leckermoores näher gebracht. |
Gehzeit: ca. 4 Stunden Streckenlänge: ca. 15 km Wegbeschreibung: Gleich am Beginn der Wanderung steht die Statue des Hl. Nepomuk mit Baldachin (530 m Seehöhe) auf der Ybbsbrücke. Der Rundwanderweg führt über die B 31 zum Gasthaus "Mandl-Scheiblechner". Auf dem Parkplatz führt ein Durchlass zur B 25, die man überquert und entlang der beschilderten Asphaltstraße auf eine nahe Anhöhe zum Bauernhaus "Bernlehen" (561 m Seehöhe) gelangt. Beim Bauernhaus führt zunächst rechts ein Feldweg zum Waldrand. Blickt man zurück, sieht man den Steinbachboden mit seinen Felsfronten. Auf einem wenig befahrenen Forstweg geht es bergwärts an einem Gedenksteinkreuz vorbei. Nach ca. 45 Minuten erreicht man eine Asphaltstraße und das Hochplateau Hochreit. Unmittelbar links oberhalb liegt das Bauernhaus Großschöntal (836 m Seehöhe), hinter dem die 1000-jährige Eibe steht. Beim Bauernhaus hat man östlich einen ersten Blick auf die höchste Erhebung Göstlings, den Dürrenstein (1.878 m Seehöhe) und westlich auf den höchst gelegenen Bio-Bauernhof, das Kurzeck (1.022 m Sehöhe) auf dem Königsberg. Nach dem Bauernhof führt der Rückweg zurück zur Weggabelung. Der Asphaltstraße talwärts folgend, geht es vorbei an den Bauernhäusern Kleinschöntal (800 m Seehöhe) und Grub (781 m Seehöhe) zur nächsten Kreuzung. Links haltend, biegt man nach ca. 250 m auf der Asphaltstraße links auf einen Feldweg ab. Dem Waldrand entlang kommt man zum Bauernhaus Obereck (825 m Seehöhe), von dem man rechter Hand auf einer bewaldeten Wiesenkuppel die Hochreitkapelle (828 m Seehöhe) sieht, ein kleines Gotteshaus aus dem Jahr 1891, in dem heute noch um 6 Uhr früh und 7 Uhr abends die Glocken geläutet werden und alljährlich "Mariens Gang über das Gebirge" gefeiert wird. Der Rundwanderweg führt auf der Asphaltstraße bergab zum Trafohäuschen. Links haltend am Gehört Hintereck (790 m Seehöhe) vorbei, führt die Straße bergab in eine Senke, in der es nach einer Brücke wieder bergauf bis zum Hof Riesen (770 m Seehöhe) geht. Über einen Wirtschaftsweg und einen kurzen Wiesenweg, der den Wirtschaftsweg mit einer anderen Schotterstraße verbindet, gelangt man zum wunderschön gelegenen Anwesen Seisen - einem typischen, alpinen Haufenhof (815 m Seehöhe). Bemerkenswert ist der doppelte Getreidespeicher mit Sgraffitoresten. Vom Anwesen Seisen führt rechts eine Schotterstraße zum Waldrand, an einem Weidegatter biegt man links ab und gelamgt am Waldsaumpfad entlang zum Bauernhof Hochtal (868 m Seehöhe) - gut 2 Stunden vom Ausgangspunkt. Unmittelbar vor bzw. oberhalb des Hofes befindet sich eine gute Rastmöglichkeit mit wunderschönem Rundblick auf die Südabstürze des Dürrensteins. Weiters sieht man den Noten (1.640 m Seehöhe), den Königsberg mit dem Schwarzkogel im Westen (1.452 m Seehöhe), die Voralpe (1.727 m Seehöhe) und den Gamsstein im Südwesten (1.774 m Seehöhe). Unweit vom Gehöft Hochtal befindet sich rechts das Hochmoor (860 m Seehöhe), das man rechtshaltend umrundet (Dauer: ca. 3/4 Stunde). Nach der Umrundung des Moores geht man auf der Asphaltstraße am Bauernhof Hochtal vorbei bis zu einer Senke. Nach einer Brücke führt der Rückweg leicht bergauf, links weiter und von dort nach rechts zum Anwesen Ablaß (810 m Seehöhe). Zwischen Haus und Garage weiter kurz über einen Wiesenpfad absteigend, dann einem Waldsteig folgend zum Bauernhaus Steinbachschlag (620 m Seehöhe) Von dort geht es auf der Asphaltstraße talwärts bis zur ersten Kehre. In der Kehre führt links ansteigend ein Waldweg zu den Bauernhäusern Groß und Klein Buchberg (645 m Seehöhe) und von den Bauernhäusern eine Asphaltstraße talwärts. Bei der Kapelle (532 m Seehöhe) mündet die Bergstraße in die B 25, auf der man in Richtung "Kögerlwirt" ca. 100 m weit geht und gleich nach der Brücke links über den Ybbssteg nach ca. 1 km zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Schwierigkeitsgrad: leicht Tipps/Besonderheiten: Das fast 10 ha groe Hochmoor wird durch eine eigenartige Pflanzenwelt bestimmt. Im Wesentlichen durch gelbbraune und rötliche Torfmoose und düstere Bergkiefern (Latschen). Von den Niederschlägen gespeist und nur langsam entwässert konnte sich hier ein mehrere Meter hoher Moorkomplex entwickeln, dessen Pflanzenwelt zu den Spezialisten auf solch stickstoff- und phosphorarmen Standorten gehört. Durch die hohe Vernässung und den Säuregrad des Bodens ist eine Lebensgemeinschaft entstanden, die auf störende Eingriffe (besonders Entwässerung) empfindlich reagiert. Die geringe Wärmeleitfähigkeit der Torfmoose stellt zusätzlich einen kleinklimatisch ungünstigen Faktor für die Hochmoorpflanzen dar; das Vorkommen von Pflanzen aus dem hohen Norden (Sonnentau, Rosmarinheide) weist auf diesen „kalten“ Standort hin. Besondere Bedeutung kommt den Mooren als Archive der Vegitationsgeschichte zu: in den Torfablagerungen erhält sich der Blütenstaub (Pollen) früherer Pflanzenwelt; die Wissenschaft der Pollenanalyse kann aus solchen Moorablagerungen die Veränderungen der Vegetation im Laufe der Klimageschichte nachweisen. Nur durch größtmöglichen Schutz der Moore können wir wertvolle Lebensgemeinschaften und wissenschaftlich bedeutsame Landschaftsräume für die Zukunft erhalten. Empfohlene Wanderzeit: Frühjahr bis Herbst |




















